Wien bei Regen erleben

Burgtheater WienWien ist nicht nur bei Sonnenschein schön, sondern auch bei Regen. Bei solch einem Wetter nimmt man sich gerne mehr Zeit für Indoor-Aktivitäten. Sei es für eine Vorstellung, eine Ausstellung oder wie wäre es mit einer Führung durch das Burgtheater?

Um 15:00 beginnen die Führungen im Burgtheater und damit die Reise in die Geschichte eines Gebäudes in der sich das Theater in vielerlei Hinsicht als ein Vorreiter in Österreich und weltweit erwies.

Erfahren Sie warum das Burgtheater heute nicht mehr am Michaelerplatz steht, warum es manchmal nach Rosen riecht im Saal des Burgtheaters, welche fantastische Idee Sepp Nordegg hatte und wohin der Geheimgang im Burgtheater führt! All diese Geheimnisse werden bei der Führung gelüftet. Zudem kann ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden!

Ringstraße – Boulevard der Prunkbauten
Das heutige Theater gehört zu den letzten der prunkvollen Bauten entlang des Projektes der Ringstraße mit all den unterschiedlichen Architekturstilen und wurde im neubarocken Stil nach den Vorstellungen von Gottfried Semper und Karl von Hasenauer erbaut . Nach dem zweiten Weltkrieg war der größte Teil zerstört worden, nur die heutige Feststiege blieb weitgehend unbeschadet. Im Burgtheater wurden nicht nur Glühbirnen verwendet, als sie noch gar nicht so hießen, sondern hier wurde auch erstmals die Zylinderdrehbühne eingebaut, die den Wechsel der Bühnenbildern vereinfacht und für den Zuschauer und die Zuschauerinnen effektvolle Akzente in Sprechtheater setzt.

Die Künstler-Compagnie – Gustav Klimt, Ernst Klimt und Franz Matsch
Von der Feststiege aus sieht die Besucherin und der Besucher beim Blick nach oben die Deckenmalerei von Gustav Klimt, Ernst Klimt und Franz Matsch. Gustav Klimt, der sich Vertreter des Jugendstils sah, zeigte sich mäßig begeistert über die Vorstellungen zum gewünschten Stil der geplanten Deckenmalerei. Allerdings sprach ihm sein Bruder Ernst Klimt gut zu und zeigte ihm die damit verbundenen Möglichkeiten auf und so kann man heute die durchaus beeindruckten Kunstwerke in Öl auf Steinputz betrachten – ein Verfahren, dass bis dahin noch nicht erprobt wurde und sich als erfolgreich herausstellte.
Übrigens, da der junge Künstler Gustav Klimt damals noch nicht so bekannt war, wollte sich eine der Damen nicht freizügig von ihm malen lassen. Das ist der Grund, warum eine der Frauen mit einem roten Umhang abgebildet ist.

Repertoiretheater
Eine weitere Besonderheit des Burgtheaters ist die Tatsache, dass es sich um ein Repertoiretheater handelt und zudem jeden Tag der Woche ein anderes Stück gespielt wird. Das bedeutet, wie man sich vorstellen kann einen immensen Aufwand für die Bühnenarbeiter hinter den Kulissen. Bei Ihrer Tour können Sie sich selbst davon überzeugen durch den Blick hinter den roten Vorhang.

Führung: Burgtheater – Blick hinter die Kulissen
Täglich um 15 Uhr
Montag – Donnerstag: Deutsch mit englischer Zusammenfassung
Freitag – Sonntag & Feiertag: Deutsch und Englisch

Eintrittspreise
Erwachsene Euro 7,00
Senioren Euro 6,00
Kinder, Schüler, Studenten Euro 3,50



Veröffentlicht von Daniel Zelling am Dienstag, der 19. Juli 2016 in der Kategorie »Wien« mit den Schlagwörtern: , ,